Blog: Das Leben auf der Lasithi-Hochebene – eine Tradition, die der Zeit trotzt
Hoch in den Bergen im Osten Kretas, auf einer Höhe von etwa 840 Metern, liegt ein Ort, an dem die Zeit etwas langsamer zu vergehen scheint. Die Lasithi-Hochebene ist die größte dauerhaft bewohnte Hochebene auf Kreta und einer der wenigen Orte im gesamten Mittelmeerraum, an denen Menschen seit Jahrtausenden in dieser Höhe leben, Landwirtschaft betreiben und Feste feiern.
Ein Plateau, das älter ist als der Mythos
Lange bevor es zu einem beliebten Zwischenstopp auf den Jeep-Safari-Routen auf Kreta wurde, war die Lasithi-Hochebene bereits die Heimat minoischer Bauern, die von ihrem fruchtbaren Boden und dem flachen Grundwasserspiegel angezogen wurden. Einheimische berichten, dass die Region seit der Jungsteinzeit ununterbrochen bewirtschaftet wird, und Archäologen konnten hier Besiedlungsspuren bis in die Bronzezeit zurückverfolgen. Das Plateau ist zudem mit einem der berühmtesten Mythen Griechenlands verbunden: Die nahegelegene Psychro-Höhle, oft auch als Diktaean-Höhle bezeichnet, gilt der Legende nach als Geburtsort von Zeus selbst, weshalb manche diesen Winkel Kretas als das „Bethlehem der griechischen Mythologie“ bezeichnen.
Während der venezianischen Herrschaft erlangte die Hochebene den Ruf als „spina nel cuore“ – „ein Dorn im Herzen“ –, was auf den erbitterten Widerstand ihrer Bewohner gegen die Fremdherrschaft zurückzuführen war. Dörfer wurden zerstört, der Ackerbau über Generationen hinweg verboten, und den Siedlern wurde sogar die Rückkehr untersagt. Dennoch hielt die Gemeinschaft durch, und als im 15. Jahrhundert endlich die Wiederbesiedlung erfolgte, wurde das Plateau zu dem wiederaufgebaut, was die Einheimischen noch heute stolz als den „Garten Kretas“ bezeichnen.
Die Windmühlen mit den weißen Segeln
Kein Bild steht so sehr für die Hochebene von Lasithi wie ihre Windmühlen. Zu ihrer Blütezeit säumten einst Tausende von Windpumpen mit weißen Segeln die Ebene und förderten Grundwasser aus Brunnen, um die darunter liegenden Felder zu bewässern – angeblich eines der damals größten windbetriebenen Bewässerungssysteme Europas. Die meisten wurden inzwischen durch elektrische Pumpen ersetzt, doch Dutzende stehen noch immer, und eine Ansammlung restaurierter Steinmühlen nahe dem Eingang zum Plateau vermittelt den Besuchern einen Eindruck davon, wie das gesamte Tal einst aussah: Segel, die sich im Wind drehen, vor der Kulisse von Berggipfeln. Noch heute weisen Einheimische darauf hin, welche Mühlen welcher Familie gehörten – eine kleine Erinnerung daran, wie eng diese Landschaft nach wie vor mit den Menschen verbunden ist, die sie bewirtschaften.
Ein Leben im Rhythmus der Jahreszeiten
Wenn man heute das Plateau betritt, prägt die Landwirtschaft nach wie vor das tägliche Leben. Die Bauern bauen Kartoffeln, Äpfel, Kirschen und Gemüse auf Böden an, die durch jahrhundertelange sorgfältige Bewässerung fruchtbar geworden sind, und Esel sind auf den Feldern nach wie vor ein alltäglicher Anblick. Auch die mit der Ernte verbundenen Traditionen sind nie verschwunden – Dörfer auf dem gesamten Plateau feiern nach wie vor lokale Feste wie den Kartoffeltag in Tzermiado, ein Kürbisfest in Avrakonde und einen traditionellen Brotbacktag in Kato Metochi. Das sind keine für Touristen inszenierten Shows, sondern Gemeinschaftsveranstaltungen, die einfach von Generation zu Generation weitergeführt wurden und den Kalender jedes Dorfes an denselben Rhythmus von Aussaat und Ernte binden, der das Leben ihrer Vorfahren geprägt hat.
Erleben Sie es aus einem Land Rover heraus
Über die Lasithi-Hochebene zu lesen ist eine Sache – durch sie hindurchzufahren, an einem Berg-Kafenio Halt zu machen und dort den lokalen Raki, Honig und Olivenöl zu probieren, ist eine ganz andere. Auf unserer Katharo-Safari-Route durchqueren wir den Selakano-Wald, bevor wir hinunter auf das Plateau selbst fahren, wo Sie die Windmühlen, die Felder und den gemächlichen Rhythmus des kretischen Berglebens hautnah erleben können, gefolgt von einem traditionellen kretischen Mittagessen mit Wein so viel Sie möchten.
Wenn Sie eine Reise nach Kreta planen und mehr als nur die Strände sehen möchten, ist die Lasithi-Hochebene einer der authentischsten Abstecher der Insel – ein Ort, an dem Mythologie, Geschichte und alltägliche Traditionen noch immer Hand in Hand gehen.
Sind Sie bereit, sich selbst davon zu überzeugen? Buchen Sie Ihre Katharo-Route-Safari und entdecken Sie die Hochebene von Lasithi so, wie sie gesehen werden sollte.











