Blog: Das Leben auf der Omalos-Hochebene – Der Ort, an dem die Zeit noch stillsteht
Hoch oben in den Weißen Bergen im Westen Kretas, eingebettet zwischen Gipfeln, die noch bis weit in den Frühling hinein schneebedeckt sind, liegt eine verborgene Welt, die die moderne Zeit scheinbar vergessen hat. Die Omalos-Hochebene liegt auf über 1.000 Metern über dem Meeresspiegel – eine weite, von grauen Felsen umgebene Mulde mit grünen Feldern, in der oft nur der Wind und das Läuten der Glocken weidender Ziegen zu hören sind. Hier verläuft das Leben in einem Rhythmus, der sich seit Jahrhunderten kaum verändert hat. Dies ist ein Ort, an dem die Zeit buchstäblich stillsteht.
Eine fruchtbare Senke im Herzen der Berge
Wenn man Omalos erreicht, hat man das Gefühl, in eine andere Zeit einzutauchen. Die kurvenreiche Bergstraße schlängelt sich durch Kiefernwälder und felsige Hänge, bis sich die Landschaft plötzlich zu einer weiten, flachen Ebene öffnet, die von den hoch aufragenden Gipfeln des Lefka Ori umgeben ist. Im Winter füllt sich die Hochebene mit Regenwasser und Schneeschmelze und verwandelt sich manchmal in einen flachen See; im Sommer ist das Wasser durch natürliche Dolinen abgeflossen und hinterlässt fruchtbaren Boden, den die einheimischen Familien seit Generationen bewirtschaften.
Hier gibt es keine Menschenmassen, keine Ferienanlagen, keine Hektik. Nur vereinzelte Steinhäuser, kleine Kapellen und Felder, die von Hand bewirtschaftet werden – genau wie schon immer.
Wo noch immer die Hirten das Sagen haben
Die Einwohner von Omalos sind vor allem Bauern und Hirten. Wenn Sie die Hochebene durchqueren, werden Sie Herden von Ziegen und Schafen sehen, die über die Felder ziehen, und sogar den einen oder anderen Esel, der noch im Einsatz ist – nicht als Touristenattraktion, sondern weil das Leben hier oben nun einmal wirklich so aussieht. Die Berge rund um Omalos sind übersät mit den „Mitato“, den traditionellen runden Steinhütten, in denen Hirten seit Jahrhunderten Schutz finden und Käse herstellen.
In diesen Hütten entstand der berühmte kretische Graviera-Käse, der aus der Milch von Tieren hergestellt wird, die sich von wilden Bergkräutern ernähren. Die Hirten der Weißen Berge sind die Hüter einer Lebensweise – und von Rezepten –, die der größte Teil Europas längst verloren hat.
Hüter einer uralten Landschaft
Omalos ist vor allem als Tor zur Samaria-Schlucht bekannt, einer der längsten Schluchten Europas, doch die Hochebene ist weit mehr als nur ein Ausgangspunkt. Am Himmel darüber tummelt sich einige der beeindruckendsten Wildtiere Kretas: Gänsegeier, Bartgeier und Steinadler kreisen über den Gipfeln, während sich das scheue Kri-Kri, die wilde kretische Ziege, ihren Weg über die Klippen bahnt.
Auch diese Region ist von großem Stolz geprägt. Die Bergdörfer im Westen Kretas standen im Mittelpunkt des langen Freiheitskampfes der Insel, und dieser Unabhängigkeitsgeist ist bei den Menschen, die dieses Hochland ihr Zuhause nennen, noch immer tief verwurzelt. Ihre Gastfreundschaft ist legendär – ein Fremder, der hier vorbeikommt, wird selten gehen, ohne dass ihm ein Kaffee, ein Raki oder ein Teller mit etwas Selbstgemachtem angeboten wird.
Begeben Sie sich auf der traditionellen Chania-Route auf eine Reise in die Vergangenheit
Das Besondere an Omalos ist, dass man es nicht überstürzen darf – und am besten erlebt man es, wenn man die ausgetretenen Touristenpfade ganz hinter sich lässt. Unsere traditionelle Chania-Route führt Sie mit dem Land Rover tief in diese Berge hinein, weit über die Grenzen dessen hinaus, was gewöhnliche Autos leisten können, bis zu den höchsten Punkten der Weißen Berge, hinauf zu einem authentischen Hirtenhäuschen ( Mitato) auf 1.350 Metern Höhe. Unterwegs probieren Sie echten kretischen Graviera direkt am Ort seiner Herstellung, genießen den Panoramablick über Chania und die Nordküste und genießen im Dorf Therisso hausgemachte Speisen, Wein und herzliche Gastfreundschaft.
Es ist mehr als nur eine Tour – es ist eine Reise in ein Kreta, das die meisten Besucher nie zu sehen bekommen, in das Kreta, in dem die Zeit noch immer auf wundervolle Weise stillsteht.
Entdecken Sie die Berge auf eigene Faust auf der „Traditional Chania Route“ mit dem Safari Club Crete.











